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	<title>Patenmädchen Blog &#187; Internationale News</title>
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		<title>Genitalverstümmelung im kurdischen Nordirak:</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 20:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olympe</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Internationale News]]></category>
		<category><![CDATA[genitalverstümmelung]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehr als jede zweite Frau ist Opfer . Erbil (Irak) &#124; Berlin: Zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar legen die deutsche Hilfsorganisation WADI und die Kampagne »Stop FGM in Kurdistan« eine repräsentative Studie über Genitalverstümmelung an Mädchen und Frauen im Nordirak vor. Auf 40 Seiten fasst der Bericht zusammen, was im Rahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mehr als jede zweite Frau ist Opfer .</strong></p>
<p>Erbil (Irak) | Berlin: Zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar legen die deutsche Hilfsorganisation WADI und die Kampagne »Stop FGM in Kurdistan« eine repräsentative Studie über Genitalverstümmelung an Mädchen und Frauen im Nordirak vor. Auf 40 Seiten fasst der Bericht zusammen, was im Rahmen einer repräsentativen Umfrage unter Frauen aus der gesamten kurdischen Autonomieregion des Irak in anderthalb Jahren gesammelt wurde. Demnach sind weit mehr als die Hälfte der Frauen genital verstümmelt, in manchen Regionen rund 80 Prozent. Damit liegen erstmals empirische Daten vor, die das Vorkommen von Genitalverstümmelungen im Nordirak nachweisen.</p>
<p>FGM (Female Genital Mutilation), wie das Beschneiden oder Amputieren weiblicher Sexualorgane im Fachjargon genannt wird, galt bis dato als überwiegend afrikanisches Phänomen. Während auch in westlichen Ländern in den vergangenen Jahren &#8211; unter anderem durch Veröffentlichungen wie dem Lebensbericht des aus Somalia stammenden Modells Waris Dirie &#8211; eine öffentliche Sensibilisierung für die gravierenden Folgen der grausamen Prozedur stattgefunden hat, galt die Verbreitung außerhalb Afrikas bislang vielfach weiter als Randerscheinung. Mit diesem Irrtum räumt der vorliegende Bericht auf.</p>
<p>Erste Anhaltspunkte gibt der vorliegende Bericht auch dazu, wie das »System FGM« funktioniert und warum Mütter, die den Schmerz selbst erleiden mussten, die Verstümmelung an ihren Töchtern weiter praktizieren. Eine deutliche Mehrheit jener Frauen, die an der Verstümmelung ihrer Töchter festhalten, gibt islamische Gebote zur Begründung an. Ein klarer Zusammenhang besteht der Studie zufolge auch zwischen dem Grad der Bildung von Frauen (und der Möglichkeit des Zugangs zu Bildungseinrichtungen) und der Verbreitung von Genitalverstümmelung. Auch unter Akademikerinnen sind noch mehr als ein Drittel genital verstümmelt. Mit steigendem sozialem Status von Frauen, der Bildung genauso wie ein Bewusstsein um Selbstbestimmungsrechte einschließt, wächst zugleich aber die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit Traditionen und religiösen Geboten.</p>
<p> Die Studie wirft damit ein Schlaglicht auch auf die nach wie vor schlechte Lebenssituation von Frauen in der irakischen Gesellschaft. Hier sind, vor allem in den Kurdengebieten, in denen vergangenen Jahren zwar deutliche Fortschritte gemacht worden. Die alltägliche Diskriminierung von Frauen, ihre tatsächliche und rechtliche Schlechterstellung in allen Bereichen öffentlichen Lebens, stellen nach wie vor eine schwere überwindbare Hürde für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung der Region dar. Damit stellen die kurdische Region und der Irak im Vorderen Orient keine Ausnahme dar. Die Situation von Frauen und Mädchen ist auch in anderen Ländern der nah-östlichen Region vielfach deprimierend. WADI liegen Informationen u.a. aus dem Iran vor, wonach weibliche Genitalverstümmelung wenigstens in den iranisch-kurdischen Gebieten weit verbreitet ist.</p>
<p> <strong>Neubewertung der Lage:</strong></p>
<p> Die Studie legt nahe, das Problem weiblicher Genitalverstümmelung neu zu bewerten und lange gehegte Gewissheiten zu hinterfragen. Sicher ist, dass wenigstens in einem Teil des Nahen Ostens die Verstümmelung weiblicher Genitalien zum deprimierenden Alltag von Frauen gehört. Ob und wenn ja, in welcher Weise, Frauen auch in anderen Ländern der Region körperlich verstümmelt werden, können nur Studien wie die jetzt vorgestellten klären. Die bislang weitverbreitete Annahme, dass dort nicht verstümmelt wird, wo man darüber nicht spricht, darf bereits jetzt getrost als Makulatur gelten. Damit müssen sich auch die seit Jahren im Kampf gegen die Genitalverstümmelung aktiven Organisationen, wie das zuständige Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF, aber auch die deutsche GTZ, fragen lassen, warum den vielfältigen Hinweisen auf die Verbreitung von FGM im Nahen Osten nicht systematisch nachgegangen wurde.</p>
<p> Die Studie stellen wir Ihnen gerne als Datei zur Verfügung. Bitte klicken Sie <a href="http://www.stopfgmkurdistan.org/html/deutsch/fgm_study_de.htm">HIER</a></p>
<p>Die Studie kann gegen eine Gebühr von 10,– EUR, zzgl. Versandkosten, über WADI bezogen werden. Bestellungen richten Sie bitte an: <strong>info@wadinet.de</strong></p>
<p>Bitte besuchen Sie uns auch im Internet unter <a href="http://www.wadinet.de">www.wadinet.de</a> bzw. <a href="http://www.stopfgmkurdistan.org">www.stopfgmkurdistan.org</a></p>
<p><strong>Kontakt Deutschland</strong></p>
<p>Arvid Vormann: ++49 (0) 163 6128777</p>
<p>Anne Mollenhauer: ++49 (0) 179 7378426</p>
<p> <strong>Kontakt Nordirak</strong></p>
<p>Büro Suleymaniah: ++964 7701588173</p>
<p><strong>­­­Über WADI</strong></p>
<p>Wadi – Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit – ist eine deutsche Nichtregierungsorganisation und seit 1992 im Nahen Osten und dem Irak in Programmen der Entwicklungszusammenarbeit tätig. WADI ist einer der Träger der »Stop FGM in Kurdistan«-Kampagne und arbeitet mit gezielter Aufklärung vor Ort gegen Genitalverstümmelung.</p>
<p><strong>WADI e.V.</strong></p>
<p><strong>Herborner Str. 62</strong></p>
<p><strong>60439 Frankfurt am Main</strong></p>
<p><strong>info@wadinet.de </strong></p>
<p><strong>www.wadinet.de</strong></p>
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		<title>Human Rights Watch: Ärzte an Genitalverstümmlungen im Irak beteiligt</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 16:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olympe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationale News]]></category>
		<category><![CDATA[genitalverstümmelung]]></category>
		<category><![CDATA[Human Rights Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Mediziner]]></category>
		<category><![CDATA[WADI]]></category>

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		<description><![CDATA[Der aktuelle Bericht der Organisation Human Rights Watch über die Beteiligung von medizinischem Personal an Folter, erniedrigender Behandlung und Gewalt wie Genitalverstümmelung zeichnet ein bedrückendes Bild: &#8220;Human Rights Watch has reported on a wide range of abuses against patients and individuals under medical supervision, including the practice of forcible anal and vaginal exams, female genital [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.hrw.org/en/world-report-2010/abusing-patients">aktuelle Bericht der Organisation Human Rights Watch </a>über die Beteiligung von medizinischem Personal an Folter, erniedrigender Behandlung und Gewalt wie Genitalverstümmelung zeichnet ein bedrückendes Bild:</p>
<p><em>&#8220;Human Rights Watch has reported on a wide range of abuses against patients and individuals under medical supervision, including the practice of forcible anal and vaginal exams, female genital mutilation, and the failure to provide life-saving abortion, palliative care, and treatment for drug dependency.&#8221;</em></p>
<p>Der dazugehörige Beitrag unserer Partner-Oprganisation<a href="http://stopfgmkurdistan.wordpress.com/2010/01/21/fgm-in-iraq-and-the-latest-human-rights-watch-world-report/"> WADI e.V</a>.:</p>
<p>Human Rights Watch mentions FGM in Iraqi-Kurdistan twice in its latest World Report. <a href="http://www.hrw.org/en/world-report-2010/iraq">Here:</a> Female genital mutilation is practiced mainly in Kurdish areas of Iraq; reportedly 60 percent of Kurdish women have undergone this procedure, although the KRG claimed that the figures are exaggerated. Girls and women receive conflicting and inaccurate messages from public officials on its consequences. The Kurdistan parliament in 2008 passed a draft law outlawing FGM, but the ministerial decree necessary to implement it, expected in February 2009, was inexplicably cancelled.</p>
<p><a href="http://www.hrw.org/en/world-report-2010/abusing-patients">And here: </a>In 2009 Human Rights Watch found that health providers in Iraqi Kurdistan were involved in both performing and promoting misinformation about the practice of female genital mutilation. FGM is defined by the World Health Organization (WHO) as all practices “involving partial or total removal of the external female genitalia or injury to the female genital organs for non-medical reasons.” The investigation found that FGM was practiced by midwives, but that its prevalence and harm were routinely minimized by physicians and government medical officials. For example, one physician explained to Human Rights Watch that she counselled patients that “circumcision is nothing; it does not influence life because a woman is sensitive in all her parts.”[8] Government medical providers routinely told Human Rights Watch that FGM was uncommon-despite surveys finding nearly half of all girls to be circumcised-and promoted false information in media campaigns. One woman told Human Rights Watch that on television “a [government] doctor explained that FGM is normal…. The doctor said, ‘If you do it or not it’s still the same.’”</p>
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